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Radio per Smartphone?



Android ist das für
        Reportage-Einsätze geeignetere, offene Betriebssystem.Smartphones sind Kleincomputer im Hosentaschenformat, die mit einer Vielfalt von Programmen (Apps) nutzbar sind. Smartphones verbinden sich mit dem Netz über WLAN oder Mobilfunk (ideal: LTE). Im  Wesentlichen existieren zwei Architekturen:  Das iPhone von Apple sowie Geräte unterschiedlicher Hersteller mit dem Google-Betriebssystem Android.

Für den Radio-Konsum sind beide Geräte-Linien gleichermaßen geeignet, insbesondere die Geräte mit eingebautem UKW-Empfänger. DVB-Empfänger können terrestrisches Digitalfernsehen empfangen, Radio nur in Berlin und Leipzig (weil es nur dort politisch so gewollt ist). Um Internetradio zu hören eignet sich die App TuneIn Radio.

iRigPRE
Als Produktions-Geräte haben die Apple-Geräte den großen Nachteil, dass sie im Studio nicht ohne Weiteres an die Rechner angeschlossen werden können. Die Android-Geräte hingegen verhalten sich im Idealfall wie USB-Sticks, notfalls kann eine Verbindung aufgebaut werden per FTP. Alle Geräte sind in der Lage, Audio aufzunehmen. Hierfür eignet sich je nach Hardware das eingebaute Mikrofon, etwa für Unterwegs-Reportagen (Hörbeispiel im Freien). Per Headset ist (je nach dessen Qualität) ein deutlich besserer Sound zu erzielen, ggf. lässt sich per Bluetooth externes Audio-Equipment anschließen. Tipp, wenn wirklich Qualität erzeugt werden soll: iRigPRE. Unschlagbar elegant: Der Mitschnitt kann auch von unterwegs dem Sender zur Verfügung gestellt werden, allerdings muss die Aufnahme dazu als MP3 oder OGG vorliegen.
 
Als Audio-Software bieten sich beispielsweise folgende Apps an:

Field Recorder
Aufnahme-App mit sehr umfangreichen Einstellmöglichkeiten: Für Freaks wunderbar flexibel aber evtl. auch verwirrend. Umwandlung in MP3 auf dem Smartphone selbst möglich z.B. mit der App FreeMP3Droid. (Kann in die App eingebunden werden.) Kostenpflichtig.
Field RecorderField
              Recorder

Tipp:
RecForge
RecForge ist überschaubar im Funktionsumfang und hat einen großen Vorteil: Es erzeugt auf Wunsch kompakte MP3-Dateien (128 kbit/s), die sich ggf. von unterwegs per Button (Mail, Cloud) in den Sender schicken lassen. Aufnahmen können zurechtgeschnitten werden. RecForge lite (kostenlos, eingeschränkt) und RecForge pro (kostenpflichtig).

HiFiCorder
Einfach und funktional. Vorteil: Kompaktes OGG-Format direkt aus der App heraus möglich. Kostenlose längenbegrenzte Testversion / kostenpflichtige Vollversion.


Virtual Recorder
Einfach, funktional, kostenlos. Nachteil: Nimmt nur linear (PCM, 22050 Hz Mono) auf, daher z.B. beim Import in Audacity ("Rohdaten") zusätzliche Klicks erforderlich. Umwandlung in MP3 auf dem Smartphone selbst möglich z.B. mit der App FreeMP3Droid.


Smart Voice Recorder
Einfach und funktional. Nur WAV-Format möglich. Kostenlose Testversion / kostenpflichtige Vollversion. Umwandlung in MP3 auf dem Smartphone selbst möglich z.B. mit der App FreeMP3Droid.

Ringdroid
Schicker kleiner Editor, mit dem Aufnahmen (rudimentär) zurechtgeschnitten werden können. Klasse. (Kostenlos.)
Ringdroid

FreeMP3Droid
Kostenloser MP3-Encoder für WAV- und PCM-Dateien.




Apple iPhone oder Googles Android?

Vielfalt
Dem iPhone stehen rund 100 Android-Modelle gegenüber von extrem preisgünstig bis edel. Unzählige Apps für beide Systeme.

Offenes System
Das Fundament von Android ist frei und quelloffen. Vorteil: Mehr Freiheiten. Nachteil: Bisweilen irritierende Vielfalt.

Datei-Austausch
Android-Geräte lassen sich wie ein USB-Stick an beliebige Computer anschließen. iPhones brauchen hierfür stets eine ihnen zugeordnete Version der Software iTunes.

Akku
Das iPhone läuft mit einer Akkuladung länger als vergleichbare Android-Geräte. Wechselakkus für Android-Geräte gibt's allerdings ab 7 Euro, der iPhone-Akku hingegen ist fest eingebaut.

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Quelle: http://mediensyndikat.de/20_10.html